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4.2.2012 : 6:38 : +0100

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Das Technologiezentrum

Anwendungen und Lösungen

Durch die Errichtung eines eigenen Technologiezentrums ist das Unternehmen in der Lage seinen Kunden auch prozesstechnisches Know-How, zugeschnitten auf die konkreten Anforderungen des Anwenders, zu entwickeln.

In einer Versuchshalle befinden sich alle Einrichtungen für die Schweißnahtvorbereitung, verschiedenste Schweißanlagen für alle gängigen Lichtbogenschweiß- und Schneidprozesse, sowie für die zerstörende Schweißnahtprüfung.

Zusätzlich bestehen Partnerschaften mit der TU-Chemnitz, dem ISAF-Clausthal-Zellerfeld und der FH-Ulm. In dieser Zusammenarbeit können auch komplexe schweißtechnische Untersuchungen durchgeführt werden.

Technik und Entwicklung

Durch die Fortschritte der Mikroelektronik konnte das technologische Werkzeug 'Lichtbogen' in den letzten Jahren beträchtlich weiterentwickelt werden. Neue Verfahrensvarianten wie MSG-Hochleistungsschweißen, MSG-Löten, Flachdrahtschweißen oder das MSG-AC-Schweißen sind entstanden.

Gleichzeitig werden bereits bekannte Verfahren wie z.B. das Plasma-MIG-Schweißen wieder entdeckt oder auch neue Hybridverfahren wie das Laser-MIG-Schweißen entwickelt. Auch in der Schneidtechnik gibt es neue Entwicklungen wie z.B. das Feinstrahlplasmaschneiden womit nachbearbeitungsfreie Schnitte bei Stahl erzielt werden können. Diese Fortschritte in der Lichtbogentechnik können in Qualität und Produktivität der Schweißverbindungen umgesetzt werden, was aufgrund des globalen Wettbewerbes wichtiger ist denn je.

Die Rahmenbedingungen und Leistungskennwerte dieser neuen Prozesse sind noch nicht in die Literatur eingegangen und es mangelt an ausreichenden Erfahrungswerten. Zu vielfältig sind auch die Werkstoffe, Nahtarten, Positionen, Toleranzen und Anforderungen.

Um für den konkreten Anwendungsfall Antworten zu finden gibt es daher nur eine Möglichkeit und die heißt: Ausprobieren!

Sparte Schweißtechnik

Die Schweißtechnik ist die am Stärksten im Technologiezentrum vertretene Sparte. Durch die verschiedenen Vorrichtungstypen können alle Anforderungen erfüllt werden.

An einem Vorführschweißtisch können Handstromquellen vorgestellt und vom Kunden probegeschweißt werden. Dabei kann das Technologiezentrum auf verschiedenste Technologien zurückgreifen und eigenes sowie fremdes Personal auf höchstem Niveau schulen! Ein zur Verfügung gestelltes mobiles Absauggerät sorgt für die nötige Absaugung an diesem Arbeitsplatz. Erste Versuche zur Parameterfindung werden ebenfalls hier durchgeführt. Sonderschweißanlagen, die vom erprobten Standard abweichen werden hier freigeschweißt, bevor sie zur Auslieferung gelangen. So wurde z.B. ein Spezial-Schweißdrehtisch mit einer Sonderstromquelle und ?steuerung im Technologiezentrum aufgebaut und freigeschweißt! Auch wird das spätere Bedienpersonal am Standort Landau oder direkt von Mitarbeitern des Technologiezentrums am Produktionsstandort in die Anlagen eingewiesen. Bei Weiterbildungen von Berufsschullehrern oder Schweißaufsichtspersonen ermöglicht das Technologiezentrum neben der theoretischen Wissensvermittlung, z.B. über neue Lichtbogenformen wie dem EWM forceArc? oder dem Fronius CMT?, die Möglichkeit der praktischen Anwendung.

Abhängig von der Bauteilform und des Schweißprozesses kann das Technologiezentrum auf Rund- und Längsnahtschweißvorrichtungen der Firma Müller Opladen zurückgreifen. Als Prozesse können MIG / MAG oder WIG mit und ohne Kaltdraht eingesetzt werden. Als einheitliche Steuerung dient ein Bedienpanel, das mittels Touch-Screen bedient werden kann. Durch dieses Bedien Panel sind alle Parameter, die in der Stromquelle hinterlegt sind, direkt abrufbar. Es können z.B unterschiedliche Drahtvorschubgeschwindigkeiten eingestellt oder zwischen Standard-Lichtbogen und Impuls-Lichtbogen gewechselt werden. Zusätzlich kann die Länge oder die Art der Schweißnaht, mit oder ohne Unterbrechung, leicht programmiert werden. Die Brenneraufnahme kann durch Kreuzsupporte in Position und Winkel feinjustiert werden, um ein optimales Schweißergebnis zu erhalten.

Um Versuche für Serienbauteile am Roboter schweißen zu können, steht dem Technologie Zentrum ein moderner Panasonic Schweißroboter zur Verfügung. Dieses Robotersystem ermöglicht mit seiner Systemarchitektur das MIG/MAG und WIG-DC schweißen mit ein und der selben Stromquelle. Die Verschmelzung von Robotersteuerung und Schweißstromquelle führt zu einfachster Roboterprogrammierung bei perfekten Schweißergebnissen. Die Laufzeiten für Befehle sind bis zu 150x kürzer als bei konventionelle Robotersystemen mit Bus-Verknüpfungen zwischen Roboter und Stromquelle. 

Hauptaugenmerk dabei bei allen Arbeiten auf der Prozessoptimierung vorhandener Schweißaufgaben und Findung neuer Prozesse, die eine Schweißaufgabe rationalisieren sollen. 

Sparte Schneidtechnik

Neben dem Schweißen beschäftigen wir uns im Technologiezentrum intensiv mit der Schneidtechnik. Das Erl Technologiezentrum verfügt über eine ESAB SUPRAREX, die mit Autogen und Plasma Schneidtechnik ausgerüstet ist. Spurweite der aktuellen Maschine beträgt 3.500 mm.

An dieser Maschine werden qualitativ hochwertige Schnittmuster ? zumeist Originalbauteile - für Kundenvorführungen erstellt und Schneidparameter für verschiedene Sonderwerkstoffe erarbeitet. Das dabei gesammelte Know How konnte bereits vielfach in der Praxis zu Produktivitätssteigerungen beitragen. 

Im Bereich Maschinenschneidstromquellen arbeiten wir mit Kjellberg Finsterwalde sehr intensiv zusammen. Durch Einsatz der HiFocus Feinstrahlplasmaanlagen können Schnittqualitäten erreicht werden, die in zunehmendem Maße dem Laser Konkurrenz machen. Bei gerade passenden Projekten wird die Maschine aus dem Technologiezentrum an Kunden verkauft.

 

 

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